ATLAS

Seit Oktober 2025 beteiligt sich das Institut für Flugsysteme und Regelungstechnik (FSR) am LuFo-Forschungsprojekt ATLAS (Air Transport Analysis and Technology Synergy Study) zur Entwicklung einer offenen Luftverkehrssimulationsplattform. Ziel ist es, das Lufttransportsystem ganzheitlich auf Systemebene abzubilden und innovative Technologien sowie Verfahren im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Effizienz und Klimawirkung im operativen Betrieb schnell, umfassend und fundiert zu bewerten.

Hintergrund

Die ATLAS-Luftverkehrssimulationsplattform ist als mehrskaliges Gesamtsystem konzipiert und gliedert sich in drei Ebenen: Die Mikro-Ebene ermöglicht Echtzeit- und Schnellzeitsimulationen mit hohem Detaillierungsgrad zur präzisen Analyse von Einzeleffekten. Auf der Meso-Ebene wird der Verkehrsfluss betrachtet, um Flotten- und Netzwerkeffekte untersuchen zu können. Die Makro-Ebene dient der Analyse langfristiger Auswirkungen des Luftverkehrs auf global aggregierter Ebene. Innerhalb von ATLAS übernimmt das FSR die Leitung der Meso-Ebene und entwickelt hierfür ein Operations-Modell, das auf Basis von Performance- und Atmosphärenmodellen einzelne Flugtrajektorien berechnet, bewertet und im Hinblick auf ihre Klimawirkung (CO₂- und Non-CO₂-Effekte) optimiert. Die Meso-Ebene steht dabei in einem kontinuierlichen Datenaustausch mit der Mikro- und der Makro-Ebene, wodurch eine konsistente und skalierbare Gesamtsystembewertung ermöglicht wird. Hierbei arbeitet das FSR in einem deutschlandweiten universitären Forschungsnetzwerk mit anderen Partnern zusammen.

Ziel

Ziel des Projekts ist es, mit ATLAS eine leistungsfähige, offene Luftverkehrssimulationsplattform zu schaffen, mit der innovative Technologien und Betriebsverfahren hinsichtlich Effizienz, Nachhaltigkeit und Klimawirkung ganzheitlich bewertet werden können. Ein zentraler Bestandteil ist dabei die Veröffentlichung der Plattform als Open-Source-Lösung, um sie der Forschungslandschaft und der Industrie frei zugänglich zu machen und eine direkte Weiterverwertung zu ermöglichen. Darüber hinaus beteiligt sich das FSR im Technologieradar an der Potenzial-, Sensitivitäts- und Risikoanalyse ausgewählter Technologien für den zukünftigen Luftverkehr.

Weitere Informationen

Verbundführer: RWTH Aachen

Weitere Partner: TU Berlin, TU Braunschweig, TU Dresden, TU Hamburg, TU München, Uni Bw, Universität Stuttgart, Bauhaus Luftfahrt e.V., DLR, Fraunhofer Gesellschaft e.V.

Förderung im Rahmen von LuFo VII-1

www.luftfahrtforschungsprogramm.de