Simulator_detail

Foto von A340-300-01-GULF-AIR Maschine

A320 Simulator D-AERO

Darmstadt Aircraft Environment for Research on Operations

Das Institut für Flugsysteme und Regelungstechnik betreibt den fixed base Forschungsflugsimulator der Technischen Universität Darmstadt. Der Simulator ist seit Mitte 1996 im Betrieb und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Im Jahr 2004 wurde mit dem Wechsel von SGI Systemen auf PC Systeme und dem damit verbundenen Wechsel von IRIX auf LINUX (zum Teil Windows) als Betriebssystem gleichzeitig eine voll-digitale Außenansicht. Diese Investition, welche nur mit Hilfe von externer Förderung durch Firmen und Stiftungen zu bewerkstelligen war, erweiterte das Einsatzspektrum, gewährleistete die Zukunftssicherheit und markierte gleichzeitig die größte Einzelinvestition seit Inbetriebnahme des Flugsimulators. Ein weiterer Mordernisierungsschritt wurde mit der Umstellung auf die kommerzielle Flugsimulationssoftware X-Plane 2015 vollzogen. Abgebildet wird ein Airbus A320, dessen Modell dem Institut quelloffen zur Verfügung steht. Somit kann die Simulation zu Forschungszwecken angepasst werden. Zusätzlich wurde ein originales Autopilotenpanel in den Simulator integriert.

 

Ausstattung

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Die Grundlage des Forschungsflugsimulators bildet das flugmechanische Modell und Cockpitlayout eines Airbus A320. Das Flugdeck verfügt zur Anzeige über

  • zwei 21,5„ Touch Screen Flachbildschirme – Flugdatendisplays für Captain und First-Officer,
  • einen 21,5“ Touch Screen Flachbildschirm – ECAM Engine and Warning Display,
  • einen 15„ Touch Screen Flachbildschirm – ECAM System Display
  • einen 17“ Touch Screen Flachbildschirm – Overhead Panel.

Ferner verfügt das Cockpit über

  • zwei Sidesticks – jeweils für Captain und First-Officer,
  • ein originales A320 Autopilotenpanel und
  • eine MCDU zur Interaktion mit dem Flight Management System auf der Seite des (erweiterbar mit einer Zweiten auf der Seite des First-Officers).

Aufbau

Der modulare Aufbau des Forschungssimulators erlaubt den kurzfristigen Austausch und Umbau von Komponenten. So können zum Beispiel die Anzeigen auf den drei zentralen Touch Screen Bildschirmen den jeweiligen Versuchsanforderungen angepasst werden. Eine zentrale Datenverwaltung erlaubt die einfache Integration neuer Hard- und Software in die Simulationsumgebung. Gestützt wird die Simulation durch insgesamt neun vernetzte PCs.

Aussensicht

Der Simulator verfügt über eine voll-digitale, kollimierte Außensicht. Die Kollimation erlaubt die Durchführung von Versuchen in einem realistischen Umfeld und verringert negative Effekte, wie zum Beispiel die der Seekrankheit ähnlichen Simulatorkrankheit. Die voll-digitale Projektion ermöglicht eine verlustfreie und kontrastreiche Projektion, die maßgeblich für den Simulationseindruck verantwortlich ist.

 

Ziele

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Das Institut für Flugsysteme und Regelungstechnik hat zum Ziel, mit seiner Forschung im Bereich Flugverkehrsmanagement zu zeigen, wie vorhandene Kapazitäten effizienter genutzt werden können. Die neuen Verfahren die am Fachgebiet entwickelt werden, werden in Hinblick auf

  • eine verringerte Belastung der Umwelt,
  • eine verbesserte Nutzung der Bodeninfrastruktur und des Luftraumes,
  • eine weitere Erhöhung der Sicherheit und auf
  • eine Schonung der Ressourcen

ausgelegt. Das Fachgebiet setzt die von ihm betriebene Simulationsinfrastruktur dazu ein, Machbarkeitsstudien für diese Verfahren durchzuführen. Dadurch wird die Grundlage für weitere Arbeiten bis hin zur Verwirklichung des Konzeptes geschaffen. In der Vergangenheit ist dem FSR dies zusammen mit Partnern aus der Industrie und der Forschung bereits im Bereich der Airport Moving Map gelungen. Aber auch Synthetic Vision Systeme, deren Entwicklung auf Forschung des FSR basiert, befinden sich bereits in der allgemeinen Luftfahrt im Einsatz.